Mücke überlisten
(zuletzt bearbeitet am: 22.12.2002 )
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Ein kleines Tagebuch über die 
"Wir wollen jetzt zum Tierarzt"-Mücke-Einfang-Aktionen

21.03.2001

02.04.2001

12.04.2001

03.05.2001

24.07.2001

13.08.2001

05.09.2001 - das letzte Mal

Mittwoch, 21.03.2001

Unsere Mücke genießt die abendlichen Sonnenstrahlen

Ich war pünktlich um halb sechs zu Hause. Beide Katzen waren ganz entspannt. Ich weniger. Wie bei den letzten Malen lag mir die Sache schon seit morgens auf dem Magen. Wie würde es dieses mal ablaufen? Der letzte Tierarztbesuch war wieder genau 14 Tage her. Doch für beide Katzen schien alles normal. Ich legte die Taschen ab, zog meinen Mantel aus und begrüßte die beiden. Nele und Mücke liefen schon voller freudiger Erwartung in Richtung Tür zum Wintergarten. Ich öffnete sie. Beide gingen zur Schiebetür. Ich sprach die ganze Zeit betont harmlos und im begeisterten Ton mit ihnen. Mücke kam an, stellte ihre beiden Vorderbeinchen hoch auf den Rattansessel und streckte mir ihr Köpfchen entgegen zum Streicheln. Was ich auch tat. Das Streicheln ging dann mit beiden Händen am Hals entlang und vorsichtig packte ich sie. Dieser verletzte Blick, als sie verstand, daß es wieder "passiert". Es ist immer der gleiche tief getroffene und enttäuschte Blick, daß ich wieder ihr Vertrauen mißbrauche. Ich hoffe wirklich, daß es auf Dauer nicht zu sehr schadet.
Allerdings schien sie ja dieses mal während der zweiwöchigen Verschnaufpause fast alles vergessen zu haben. Es war das erste Mal wieder, daß sie mich am Tierarzt-Tag so arglos an sich heran gelassen hat.
Vom Tierarztbesuch (bei dem uns Nele freundlicherweise begleitete) zurück, durften dann beide gleich hinaus.

- Glücklicher Verlauf -

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Montag, 02.04.2001

wenn nicht gerade ein Tierarztbesuch ansteht, bin ich völlig entspannt

Da zusätzlich nun für Nele und Mücke der reguläre jährliche Impftermin nähergerückt war, hatten wir uns mit der Tierärztin geeinigt, mind. 10 Tage nach Mückes letztem Injektionstermin (siehe oben) die Impfung für beide Katzen inklusive der normalen Gesundheitsuntersuchung anzusetzen. Mind. 10 Tage nach diesem Termin muß Mücke wieder zu ihrer nächsten Spritze. Dann lägen zwischen den einzelnen Spritzen jeweils mindestens 10 Tage (das muß so sein) und zwischen den Injektionen max. 3 Wochen. Und dieser Rhythmus sollte ja sowieso unser - kurzfristiges - Ziel sein.

Wenn wir also vor Ostern mit diesem Programm durch sein wollten, MUSSTEN wir heute zur Tierärztin. Ich machte wie gewohnt extrem pünktlich Feierabend. Aufgrund des tollen Frühsommerwetters war es entsprechend voll auf den Straßen. Ich war ca. 20 Minuten vor 6 h zuhause. Die geplante SPRITZtour tat mir ein wenig leid, da meine beiden Miezen mit Sicherheit sich lieber in der Sonne im Garten räkeln würden. 
Es lief diesmal wieder sehr gut an. Beide Katzen kamen zur Begrüßung an die Tür. Mein Problemkind Mücke war ganz aufgeschlossen, ließ sich anfassen und wollte schmusen. Auf dem Weg zur Wintergartentür (sie hoffte natürlich, daß diese geöffnet würde) konnte ich sie dann nehmen und problemlos in den Korb verfrachten. Nur schwache Gegenwehr. Das gleiche Spielchen mit Nele. Aber die läßt sich sowieso meist recht widerstandslos einpacken. Sie ist eher der Typ, der ganz interessiert zuschaut, wenn ich Mücke zu überlisten versuche. 
Kurzes Gequake im Auto (Nele - Mücke macht das schon lange nicht mehr). Wir fanden einen guten Parkplatz und in der Praxis konnten wir auf der Terrasse bei der Wellensittich-Außen-Voliere (= Katzen-TV) warten. Bei schönem Wetter wird dort immer die Terrassentür aufgelassen.

Alles war verhältnismäßig entspannt. Nele kam zuerst dran und ließ sich sogar ihren Zahnstein (nicht gerne, aber ohne großen Protest) entfernen. Dann kam Mücke dran, kurz noch bezahlen und schon waren wir so gut wie wieder zuhause. Alle beide gesund und alles zufriedenstellend. Pro Katze dauerte das rund 15 bis 20 Minuten. Dies ist die erste Tierarztpraxis, in der ich das Gefühl habe, die Katzen werden WIRKLICH untersucht.

Nach 5 minütiger Verschnaufpause (Autofahren ist ja so anstrengend) konnten die beiden dann doch noch ein wenig Abendsonne genießen. Aber anscheinend hatte dieser Trip doch beiden mehr abverlangt, denn zuerst kam Mücke nach ihrer obligatorischen halben Stunde zurück. Und als sie so gar keine Anstalten machte, wieder hinauszuwollen, gab ich ihr etwas zu essen. Kaum 10 Minuten später war dann auch Nele da. Beide schlugen sich die Bäuchlein voll und "gingen zu Bett".

- Wiederum ein unkomplizierter Verlauf -

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Donnerstag, 12.04.2001

was ist da looos ?

Ich hatte diese vier Tage vor Ostern frei genommen. Am Donnerstag waren genau zehn Tage nach dem Impftermin vergangen. Nele wurde diesesmal aus der Pflicht entlassen, mitkommen zu müssen, weil sie beim Zahnstein-Entfernen so tapfer gewesen war. Da dies ein Donnerstag vor einem langen Wochenende war, entschied ich mich, gleich morgens zur Tierarztpraxis zu fahren, nachmittags würde es bestimmt voll werden. 
Ich hatten den Wecker nicht gestellt und wachte so gegen halb acht auf. Die morgendliche Badezimmerzeremonie war schnell durch, da ich ja nicht ins Büro mußte. Ich fing an, die Zeit zu strecken. Mücke saß bereits auf der einen Arbeitsplatte in der Küche und wartete auf ihr Futter, während Nele sich mehr im Raum Wintergarten herumtrieb und darauf wartete, hinausgelassen zu werden. Beide Wünsche konnte ich leider nicht erfüllen. Jetzt war es erst acht Uhr. Vor halb neun brauchte ich in der Tierarztpraxis gar nicht erst aufzutauchen. Ich trödelte noch ein wenig herum. Um viertel nach acht sagte ich dann zu Mücke, die immer noch tapfer und nichts ahnend auf der Arbeitsplatte ausharrte, daß es mir sehr leid täte, aber ich sie jetzt nehmen würde und mit ihr zur nächsten Spritze fahren würde. Was ich denn auch sogleich in die Tat umsetzte. Das entsetzte Gesichtchen und das sich Sträuben brauche ich  - glaube ich - nicht mehr zu beschreiben. Um 8:17 h saß sie in ihrem Körbchen. Um 8:20 h war ich angezogen, ließ Nele hinaus, schnappte mir Mückes Transportkorb und los ging es. Eigentlich waren wir noch immer viel zu früh dran und so entschloß ich mich, vorher noch schnell Brötchen zu holen. Es war richtig putzig zu beobachten, wie irritiert Mücke über die veränderte Strecke war. Als ich so kurz nach dem Losfahren in eine andere Richtung schon wieder anhielt, streckte sie ganz neugierig ihr Näschen durch die Streben und schien zu fragen, was heute denn los sei? Beim Tierarzt lief dann alles wie gehabt. Es war nicht so voll wie befürchtet und wir kamen auch schnell dran. Schöne Ostern gewünscht und schon waren wir wieder zu Haus. Nele begrüßte uns an der Tür. (Erleichtert, daß sie dieses mal nicht mit mußte?!) Nach den üblichen knapp zehn Minuten Beobachtungspause durfte dann auch mein Mückchen hinaus in den Garten.

Mit der Tierärztin hatten wir besprochen, daß wir versuchen wollen, beim dreiwöchigen Rhythmus zu bleiben, wenn bei Mücke zwischenzeitlich keine Probleme auftreten würden.

- Abermals ein entspannter Verlauf. Wenn es dabei bleibt, können wir damit leben, nicht wahr, Mücke? -

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Donnerstag, 03.05.2001

hhhhhmmmmm !!!!

Ich glaube, ich brauche dieses "Tagebuch" nicht mehr weiter zu führen. Mit den jeweils drei Wochen zwischen den Tierarztbesuchen gibt es so gut wie keine Probleme mehr, Mücke in den Transportkorb zu verstauen. Drei Wochen genügen ihr anscheinend zum Vergessen. Natürlich ist sie inzwischen noch immer nicht begeistert, wenn sie merkt, was los ist, aber es läuft so ganz gut mit uns beiden.

Während der letzten Wochen haben wir Mücke fast so oft und so lang wie früher hinaus gelassen. Selbst während der Zeit, als alles im Garten anfing, zu wachsen und blühen, bemerkten wir fast nichts mehr an ihr. Natürlich hat sie ab und zu immer noch einige kleine Stellen, aber es gibt eben auch Phasen, da ist nichts weiter an ihr festzustellen. Ich sagte erst am letzen Sonntag (als das Wetter so toll war und wir alle im Garten waren) zu meinem Mann, daß ich noch vor einem halben Jahr niemals gedacht hätte, daß wir Mücke jemals wieder bei solch gutem Wetter so häufig und lange hinaus lassen könnten.

Ob man schon sagen kann, daß Mücke geheilt ist? Ich hoffe es für sie von ganzem Herzen. Trotzdem werden wir noch so lange zu den dreiwöchigen Spritzen gehen, bis entweder die Tierärztin sagt, es ist nicht mehr notwendig, oder bis diese Ampulle aufgebraucht ist. Laut Auskunft der Tierärztin soll das noch fünf bis sechs mal sein. Wenn wir das hochrechnen auf den dreiwöchigen Rhythmus, sind wir wahrscheinlich im September durch. Das war dann ein Jahr. 

Ich hoffe wirklich, daß zu dem Punkt "Mückes Allergie" keine Einträge mehr notwendig sein werden. Denn dann kann ich auch endlich an den anderen Seiten von Katzentatzen weiterarbeiten.

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Dienstag, 24.07.2001

mein Hals ist wieder vollkommen verheilt und Gras fressen darf ich auch wieder !

Nun gibt es hier doch wieder einen neuen Eintrag: Mückes "Kurz"zeitgedächtnis umfaßt inzwischen anscheinend mehr als einen Zeitraum von drei Wochen. Als ich letzten Dienstag mit ihr wieder einmal unseren obligatorischen Tierarztbesuch absolvieren wollte und ich wie gehabt pünktlich zu Hause eintraf, verschwand Mücke im Schlafzimmer unter dem Bett, machte es sich bequem und rührte sich nicht mehr. Ich vertrieb mir die von früher her so wohlbekannte gute Stunde mit anderen Beschäftigungen. Doch als es dann so langsam auf halb sieben zuging und Mücke anscheinend auch weiterhin nicht vorhatte, unter dem Bett heraus zu kommen, war meine Geduld das erste mal zu Ende. Es war ein sehr warmer Tag und der Wetterbericht sagte noch heißere Temperaturen für die nächsten Tage voraus. Deshalb hatte ich mich für diesen Tag entschieden. Da Mücke hierbei immer sehr aufgeregt war, wollte ich ihr zusätzlichen Streß durch noch größere Hitze ersparen. Es mußte also HEUTE sein.

Nun gut, meine kleine Mücke, du hast es so gewollt. Die Lattenroste unseres Bettes sind am Fuß- und Kopfende hochklappbar. Also alle vier Ende hochgeklappt. Es war wie gesagt sehr warm und ich kam bereits ins Schwitzen. Die Schlafzimmertür wurde geschlossen. Mücke schaute sich etwas beunruhigt um, fühlte sich aber lediglich beobachtet, noch nicht bedroht. Ich ging also ein paar mal von der einen Seite des Bettes zur anderen und versuchte, sie mit der Hand zu packen. Es muß natürlich nicht weiter erwähnt werden, daß Mücke mit nur wenigen Schritten jeweils auf die andere von mir abgewandte Seite kroch. Ich hatte natürlich immer den längeren Weg. Es sah wahrscheinlich aus, wie in einem schlechten Film und Mücke wirkte eigentlich eher erstaunt als ernsthaft alarmiert. Inzwischen war mir richtig warm. Dann kam mir eine letzte Idee (eigentlich hatte ich im Kopf schon fast den Termin nun doch auf den nächsten Tag verschoben): Wir haben unter dem Bett einen Behälter auf Rollen, in dem wir ein paar Sachen verstaut haben. Mit dem Besen aus der Abstellkammer drängte ich Mücke soweit auf die eine Seite, daß sie bis zum Rand des Bettes krabbelte, dann den Behälter hinter sie geschoben, den Besen zwischen den Rosten so festgeklemmt, daß sie in einer Sackgasse saß, schnell hingehockt und Mücke gepackt und vorsichtig unter dem Bett herausgezogen. Sie tat mir wiedereinmal unwahrscheinlich leid, als ich ihren Blick sah. Arme kleine Maus! Aber es muß ja leider sein.
(Ich denke manchmal, wenn sie WIRKLICH wollte, könnte sie doch IMMER vor mir Reißaus nehmen, denn sie ist doch wesentlich schneller und gewandter... )
Trotz dieser Aktion war sie nicht aufgeregter als sonst. Ich schon. Dafür waren wir dann so spät in der Tierarztpraxis, daß wir nicht warten mußten, weil wir die einzigen Patienten waren.
Natürlich liegt mir jetzt unser nächster Tierarztbesuch wieder richtig schwer auf der Seele.

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Montag, 13.08.2001

... so verdreckt komme ich manchmal aus dem Garten ....

Ich war etwas unentschlossen, ob ich nun heute schon mit Mücke zum Tierarzt sollte oder erst morgen oder übermorgen. Heiß war es sowieso. Allerdings sollte es noch heißer werden. Ich hatte diesmal nicht so superpünktlich Feierabend gemacht und kam etwas später nach Hause. Mücke ging auf vorsichtige Distanz, versteckte sich jedoch nicht gleich unterm Bett. Na gut, dachte ich bei mir. Ich hatte eigentlich auch keine Lust. Also wurde die Wintergartentür aufgemacht und beide Katzen sprinteten hinaus in die Sonne.
Ich erledigte das Übliche, was man eben so macht, wenn man nach Hause kommt und entschloß mich zu bügeln, da es ja - wie bereits erwähnt - noch wärmer werden sollte. Große Freude bereitet mir diese Tätigkeit eh nicht und es wird nicht besser, wenn man es vor sich her schiebt.
Nach den obligatorischen 20 Minuten kam Mücke bereits wieder ins Wohnzimmer und erzählte mir, daß sie eigentlich gerne eine Kleinigkeit essen würde und daß es recht warm draußen sei. Also gab es etwas zum Knabbern, Nele hörte das draußen natürlich und kam auch sofort an. Und weg waren die beiden wieder.
Nach 10 Minuten war Mücke wieder da und sagte, daß es doch eigentlich toll sei, daß wir heute nicht zum Tierarzt müßten. "Tja" antwortete ich, wenn du weiterhin hier drinnen bleibst, überlege ich mir das vielleicht noch mal." "Miiiaauu - das machst du ja doch nicht." Sie blieb und ich warnte noch mal. Als ich dann zu ihr ging und sie streichelte, überlegte ich mir ganz "spontan", doch heute den Tierarzt zu besuchen. Es ging ziemlich glatt. Ich vergaß auch nicht, das Bügeleisen auszustellen. Und da es bereits wieder kurz vor halb sieben war, mußten wir auch nicht lange warten und waren ganz schnell wieder zurück. Diesmal ließ ich sie auch gleich wieder hinaus in den Garten. Es war alles ganz so, als ob es immer so wäre. Das war doch tausendmal besser, als die Aktion vom letzten Mal!
Ein wenig Befürchtungen hatte ich nur, als ich dann am nächsten Tag nach Hause kam und die beiden Katzen hinausließ, ob sie sich jetzt vielleicht nicht traute, so schnell wieder zurückzukommen. Aber am Dienstag Abend verhielt sie sich ganz normal und kam ohne Vorsicht von draußen wieder herein und ließ sich auch streicheln und anfassen.

Die Tierärztin hatte gesagt, das Serum reiche noch für eine maximal zwei Spritzen. Also, meine kleine Mücke, bald haben wir es geschafft! 


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Mittwoch, 05.09.2001

Manchmal haben unsere Katzen die merkwürdigsten Ruheplätze
Wir haben es nun also wirklich geschafft. Die Ampulle reichte nur noch für eine Spritze. Noch beim Tierarzt erzählte ich das Mücke. "Juchuuh" sagten wir beide gleichzeitig.
Und die Geschichte mit dem Einfangen ging ebenso mühelos über die Bühne wie beim letzten Mal. Und auch diesmal ließ ich Mücke sofort wieder hinaus. 
Noch am selben Abend verstaute ich endlich den Transportkorb wieder in den Tiefen der Kammer. Mücke kam herein und fragte" War es das denn jetzt wirklich erst mal?" "Ja" antwortete ich, "eingemottet bis zum Frühjahr" (= Impfzeit - das sagte ich dann nicht mehr laut). "Und hoffentlich auch wirklich. Sieh zu, daß du nicht wieder alles aufkratzt!"
Nach einem Jahr fehlte fast etwas an dem Platz, an dem der Korb immer gestanden hatte. Kurzerhand wurde dort ein Korbstuhl hindrapiert. Fast glaube ich, daß Mücke wirklich weiß, daß die Injektionsarie jetzt erst einmal vorbei ist. Seit dem letzten Besuch - oder auch seit der Transportkorb verschwand - gibt es keinerlei Vorsicht mehr von Mückes Seite, wenn ich abends pünktlich zur Tierarzt-Besuchszeit nach Hause komme. Ich kann sie anfassen und streicheln und sie benimmt sich völlig gelöst und normal. Alles ist wie früher.

Drei Wochen nach dieser letzten Spritze habe ich Mücke ziemlich genau beobachtet. Aber es war nichts Ungewöhnliches zu bemerken. Auch nicht nach vier Wochen. Und auch nicht bis heute. Es hätte nämlich sein können, daß sich ihr Körper zwar an die Spritzen gewöhnt hätte, aber die alten Beschwerden nach Absetzen der Spritzen wieder aufgetaucht wären.

Und nun warten wir - sofern nichts anderes passiert - voller Spannung auf das Frühjahr. Ich drück dir ganz doll den Daumen, mein kleiner Schatz,
daß du das alles jetzt überstanden hast.
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